Erfolgreiche Off-Page-Strategie für Global SEO entwickeln – wie geht das?

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Hinweis des Autors: Dies ist der letzte Artikel einer dreiteiligen Serie, die sich mit Suchmaschinenoptimierungs-Strategien für globale Marketinginhalte befasst. Hier finden Sie den ersten und zweiten Beitrag dieser Reihe.

Sie haben also Ihre Website technisch auf Vordermann gebracht und Ihre lokale On-Page-Optimierung abgeschlossen. Nun ist es Zeit für den dritten und letzten Schritt bei der globalen Suchmaschinenoptimierung: die Off-Page-SEO.

Zunächst aber ein wichtiger Hinweis von Aoife McIlraith, Director of Global Search and Marketing Services bei Lionbridge:

„Alleine wird Ihnen dieser Schritt nicht gelingen. Die Aktivitäten müssen mit der Zentrale und Ihren lokalen Marketingteams, Content-Autoren, Social-Media-Teams und Markenverantwortlichen sowie Ihrer PR-Abteilung koordiniert werden. Nur wenn Sie alle Beteiligten mit ins Boot holen, werden Sie Erfolg haben.“

Bei der Off-Page-Strategie für die multilinguale, auf mehrere Märkte ausgerichtete SEO können Sie verschiedene Taktiken verfolgen. Die wichtigsten sind laut McIlraith:

  • Audits und Tracking
  • Aufbau von Verlinkungen
  • Optimierung von eigenen Off-Site-Inhalten
  • Posts in sozialen Medien
  • Influencer-Marketing

Audits und Tracking

„Zuerst sollten Sie Ihre Off-Page-Aktivitäten unter die Lupe nehmen, um herauszufinden, woher Ihre Backlinks stammen“, rät McIlraith.

„Wenn Sie Ihre Website mit Suchmaschinen wie Google, Bing, Yandex und Baidu verlinkt haben, sind diese im Allgemeinen die beste Quelle für Backlink-Daten. Zudem können Sie deren Tools nutzen, um unerwünschte Links zu entfernen. Für eine 360°-Off-Page-Strategie reicht dies allerdings nicht aus“, so McIlraith weiter.

Es gibt aber zahlreiche Drittplattformen, die bei Off-Page-Strategien wie Backlink-Audits Ratschläge und Hilfe bieten. Zu den besten SEO-Plattformen für globale und multilinguale Suchmaschinen zählt McIlraith Linkdex und SEMRush. Für kurze Prüfungen nutzt sie auch Screaming Frog.

Wichtig ist laut McIlraith, dass Sie mit Unterstützung Ihres technischen Teams und von Analysetools alle fehlerhaften Links – Backlinks und interne Links – auf Ihrer Website finden und entfernen. Eventuell müssen Sie auch externe Websites um die Löschung von Links bitten. Sobald diese Aufräumarbeiten erledigt sind, sollten Sie den Ursprung aktiver Backlinks untersuchen.

Stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Kann ich sie kategorisieren?
  • Kann ich sie qualitativ klassifizieren?
  • Kann ich sie für weitere Verlinkungen nutzen?
  • Bieten sie Überraschungen? Neue Chancen?
  • Können andere Teams von diesen Informationen profitieren?

Aufbau von Verlinkungen

„Verlinkungen aufzubauen, bedeutet, von externen Webseiten auf eine Seite Ihres Webauftritts verlinken zu lassen“, erklärt McIlraith. Wenn eine Suchmaschine wie Google zu dem Schluss kommt, dass ein Link auf einen Inhalt mit hoher Benutzerrelevanz verweist, wird die entsprechende Seite in den Suchresultaten weiter nach oben rutschen.

Eine marktspezifische Vorgehensweise ist entscheidend, um in den lokalen Märkten optimale Suchmaschinen-Rankings zu erzielen.

Prüfen Sie Möglichkeiten, um durch PR-Aktivitäten, lokale Nachrichtenseiten, lokale Influencer und soziale Kanäle optimierte Backlinks auf ihre lokalisierte Website zu erhalten. Bei der Lokalisierung von Inhalten für Multimarket-Websites haben Links auf (meist englischen) Source Content kaum oder keinen Nutzen für andere Sprachen.

Google und weitere Suchmaschinen prüfen diese Links, wobei die beiden Inhalte – der Ursprungstext und der verlinkte Text – inhaltlich und sprachlich übereinstimmen müssen.

„Stellen Sie sicher, dass Ihre Links erstklassig sind“, rät McIlraith. „Suchmaschinen fordern Qualität, nicht Quantität. Links sollten daher auf Websites in lokaler Sprache verweisen. Wildes Verlinken ist eine SEO-Spam-Technik, die schon seit Jahren nicht mehr akzeptiert wird (Google Penguin 2012) und zu empfindlichen Strafen führen kann.“

Optimierung von eigenen Off-Site-Inhalten

Es ist wichtig, dass Sie auch außerhalb Ihrer Website Markeninhalte pflegen, um Kunden über Suchabfragen auf Plattformen wie YouTube, Snap oder Pinterest abzuholen.

„Sorgen Sie dafür, dass diese Inhalte genauso optimiert werden wie jene auf Ihrer Website“, so McIlraith. Informieren Sie sich über lokale Keyword-Varianten und Trends. Optimieren Sie alle Metadaten, Bilder, Inhalte und Anker-Links, die auf Ihre Website zeigen.

Videos, die für mehrere Märkte verwendet werden, sollten zumindest Untertitel haben, damit sie für ein lokales Publikum verständlich sind. Zudem sollten Sie eine Transkription in die Metadaten integrieren, um sie für Webcrawler und Links verfügbar zu machen.

„Dadurch steigt sowohl bei den Benutzern als auch bei den Suchmaschinen das Vertrauen in Ihre Markeninhalte“, versichert sie.

Posts in sozialen Medien

„Vergewissern Sie sich, dass Ihre Social-Media-Teams optimierte Markeninhalte für die entsprechenden Kanäle erstellen“, empfiehlt McIlraith. Dabei sollten wenigstens einige der Inhalte auf Ihre Website verweisen.

Dies ist zentral, um die Auffindbarkeit Ihrer Inhalte und deren Ranking in Suchresultaten zu optimieren. „Links aus sozialen Medien haben bei Suchmaschinen viel Gewicht und auch die Posts an sich erscheinen in den Suchresultaten.“

Influencer-Marketing

Die Identifikation der lokalen Influencer in jedem Markt hilft Ihnen, Backlinks aus einem lokalen Markt und einer lokalen Sprache auf Ihre Website zu fördern. Nutzen Sie die Daten aus Ihren eigenen Analysetools und stellen Sie Ihren lokalen Social-Media- und Marketingteams Fragen wie:

  • Woher stammen die aktuellen Links?
  • Gibt es wiederkehrende Links von einer Website?
  • Wie wichtig sind sie und welchen Nutzen bringen sie uns?
  • Können wir von diesen Influencern weitere Links erhalten?
  • Können wir Micro-Influencer finden, die kein anderer benutzt?
  • Wie können wir das Vertrauen neuer Influencer gewinnen?
  • Wie und wo verteilen diese Influencer ihre Inhalte?

„Die Antworten auf diese Fragen helfen bei der Gestaltung einer erstklassigen Backlink-Strategie in jedem Markt“, so McIlraith. „Beachten Sie jedoch, dass Sie dies nicht alleine schaffen können. Arbeiten Sie mit Ihren Marketing-, Social-Media-, Marken- und PR-Teams zusammen, um sich ein wirklich umfassendes Bild zu verschaffen.“

Marktbeobachtung

McIlraith hat noch einen letzten Rat auf Lager: Führen Sie in jedem Markt eine Wettbewerbsbeobachtung durch. Finden Sie dabei Antworten auf folgende Fragen:

  • Wie ist das Ranking meiner Konkurrenten am Markt?
  • Woher stammen ihre Links?
  • Kann ich Links dieser Art nutzen, um mein eigenes Link-Profil zu stärken?
  • Bewirtschaften meine Konkurrenten den Markt aktiv oder besteht die Chance, durch Off-Page-Optimierungen organische Link-Platzierungen zu erhalten?

„Denken Sie daran, dass sich dies nur auf die lokale digitale Landschaft bezieht“, fügt McIlraith hinzu. „Mit Ihren eigenen Tracking-Tools können Sie keine Konkurrenzinformationen erhalten – dazu benötigen Sie eine externe globale Suchplattform wie Linkdex oder SEMRush.“

> Die globale SEO ist ein wichtiges Element einer globalen Strategie zur Optimierung der Customer Experience.

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